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Leitfaden Industrie 4.0 – Orientierungshilfe zur Einführung in den Mittelstand

Leitfaden für die Industrie 4.0 soll mittelständischen Maschinen- und Anlagenbauern Werkzeug an die Hand geben, das sie bei der Entwicklung eigener Industrie 4.0-Umsetzungen und -Geschäftsmodelle unterstützt

Frankfurt/Main, 07. Juli 2015. Viele Maschinen- und Anlagenbauer zögern mit der Einführung von Industrie-4.0-Technologien im eigenen Unternehmen. Dabei bieten die Lösungsansätze von Industrie 4.0 das Potential, durch Digitalisierung und Vernetzung von Produkten und Produktion neue Geschäftsmodelle zu etablieren. Die Herausforderung liegt hierbei darin, die Visionen von Industrie 4.0 auf realisierbare Entwicklungsstufen zu reduzieren, deren Nutzen für das eigene Unternehmen greifbar und auch monetär bezifferbar ist.

Geld verdienen mit Industrie 4.0?

Industrie 4.0 selbst stellt keinen Wert dar. Vielmehr dienen die Lösungsansätze von Industrie 4.0 als Wegbereiter für neue Produktinnovationen, produktbezogene Dienstleistungen und verbesserte Produktionsprozesse. So kann Industrie 4.0 auf der einen Seite helfen, die Kosten in der eigenen Produktion zu reduzieren. Auf der anderen Seite kann der Umsatz durch Produkte, die einen Zusatznutzen aufweisen, gesteigert werden.

Von der Industrie-4.0-Vision zur Realität

Viele Technologien für Industrie-4.0-Lösungsansätze sind heute bereits vorhanden. Der Nutzen von Industrie 4.0 entfaltet sich aber erst durch die geschickte Verknüpfung dieser Technologien. Der Weg zur Identifizierung und erfolgreichen Verknüpfung der Industrie-4.0-Lösungsansätze ist vielen Unternehmen dabei nicht bewusst. Aus der Industrie-4.0-Vision muss Realität werden.

Leitfaden gibt Orientierungshilfe

Aus diesem Grund hat der VDMA gemeinsam mit dem Fachgebiet Datenverarbeitung in der Konstruktion (DiK) der TU Darmstadt und dem wbk Institut für Produktionstechnik, Karlsruher Institut für Technologie (KIT) den „Leitfaden Industrie 4.0“ zur Einführung von Industrie 4.0 in den Mittelstand erarbeitet. Er gibt mittelständischen Maschinen- und Anlagenbauern ein Werkzeug an die Hand, das sie bei der Entwicklung eigener Industrie-4.0-Umsetzungen und -Geschäftsmodelle unterstützt. Damit stellt der Leitfaden keine vorgefertigte Strategie zur Einführung von Industrie 4.0 im Unternehmen dar, sondern zeigt vielmehr Vorgehensweisen für die individuelle Weiterentwicklung der eigenen Stärken und Kompetenzen auf und begleitet das Unternehmen Schritt für Schritt auf dem Weg von der Industrie-4.0-Vision zu eigenen Konzepten und Lösungen.

Workshop steht im Zentrum der Entwicklung

Der Leitfaden ist unterteilt in fünf Abschnitte von der Vorbereitung über die Analyse- und Kreativitätsphase bis hin zur Bewertung und Einführung erarbeiteter Geschäftsmodelle.

Den Kern bildet die Durchführung eines unternehmensinternen Workshops, dessen Vorgehensweise und Methoden im Leitfaden ausführlich dargestellt werden. Die Praxistauglichkeit des Leitfadens ist in vier Workshops bei den Pilotunternehmen ARBURG GmbH & Co KG, HAWE Hydraulik SE, SCHUNK GmbH & Co. KG und SMS group getestet worden. Die dabei gesammelten Erfahrungen sind wiederum in den Leitfaden eingeflossen.

Ziel des Workshop-Konzepts ist es, mithilfe von Kreativitätstechniken eigene Ansätze für Geschäftsmodelle im Umfeld von Industrie 4.0 zu entwickeln. Grundlage hierfür bildet die vorangehende Analysephase der eigenen Ausgangslage in Bezug auf Industrie 4.0 sowie der sogenannte „Werkzeugkasten Industrie 4.0“. Im Werkzeugkasten werden anschaulich verschiedene Anwendungsebenen von Industrie-4.0-Ansätzen dargestellt und in einzelne, realisierbare Entwicklungsstufen zerlegt. Zur Unterstützung der Ideengenerierung beim Unternehmen gliedert sich der Werkzeugkasten in die Teilbereiche „Produkte“ und „Produktion“. Das Workshop-Konzept sieht die Nutzung des Werkzeugkastens in Verbindung mit etablierten Kreativitätstechniken vor. Dabei entwickeln interdisziplinäre Teams aus dem jeweiligen Unternehmen jeweils in Einzel- und Gruppenarbeit eigene Ideen im Umfeld von Industrie 4.0, bewerten diese und entwickeln sie zu unternehmensspezifischen Konzepten für Geschäftsmodelle weiter. Den Abschluss bildet die Überführung dieser Konzepte in Projekte, die im Rahmen einer individuellen Industrie-4.0-Strategie bearbeitet werden können.

Die Publikation

Über den Link leitfaden-i40.vdma-verlag.de können VDMA-Mitglieder die Publikation „Leitfaden Industrie 4.0 – Orientierungshilfe zur Einführung in den Mittelstand“ kostenlos bestellen. Nicht-Mitglieder zahlen eine Schutzgebühr von 40,- Euro inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten. Um das pdf-Dokument im Anhang (ebenfalls für VDMA-Mitglieder) herunter zu laden, loggen Sie sich bitte ein.

Das PDF des Leitfadens steht auf dieser Seite exklusiv für VDMA-Mitglieder zum Download bereit. Melden Sie sich dazu bitte zuerst mit Ihrer E-Mail-Adresse und Ihrem Passwort für den Mitgliederbereich des VDMA-Internetauftritts an. Anschließend können Sie das PDF downloaden.Weitere Informationen finden Sie hier.

Kategorie: Cyber Physical - NRW profilieren
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