Transfertag: it's OWL hilft Mittelstand bei der Digitalisierung

Big Data, vernetzte Produktion, immer komplexere Maschinen und individualisierte Produkte

Bielefeld, 07. Juli 2016. Die zunehmende Digitalisierung stellt insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) vor große Herausforderungen. Konkrete Hilfestellungen bietet der Spitzencluster it's OWL: In Transferprojekten können KMU mit Unterstützung von Forschungseinrichtungen neue Technologien für intelligente Produkte und Produktionsverfahren einführen. Wie erfolgreich der Ansatz ist, wurde auf dem zweiten it's OWL Transfertag am Mittwoch in der Fachhochschule Bielefeld deutlich. Über 300 Vertreter aus Wirtschaft und Wissenschaft informierten sich über Projektergebnisse und Erfahrungen der beteiligten Firmen. Interessierte Unternehmen können sich bis zum 30. September 2016 für neue Transferprojekte bewerben.

Dr.-Ing. Roman Dumitrescu (Geschäftsführer it's OWL Clustermanagement GmbH) zieht ein positives Resümee: „Unser Technologietransfer aus der Forschung in die Unternehmen ist sehr erfolgreich. Das unterstreichen die große Resonanz und die positiven Rückmeldungen aus der Wirtschaft. 73 Projekte wurden bereits erfolgreich umgesetzt, 57 weitere starten ab Juli. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag, den heimischen Mittelstand fit für die Digitalisierung in der Produktion (Industrie 4.0) zu machen.“

Ministerialrat Dr. Otto Fritz Bode (Referatsleiter Bundesministerium für Bildung und Forschung) ist beeindruckt: „Technologietransfer bei it's OWL erfolgt nach einem bundesweit bisher einzigartigen Ansatz. In den Transferprojekten werden Ergebnisse aus der Forschung direkt an kleine und mittlere Unternehmen weitergegeben. Die Ergebnisse zeigen, dass der Transfer dadurch hervorragend funktioniert. Das sind wichtige Erkenntnisse für uns, die wir in weiteren Bekanntmachungen berücksichtigen werden.“

34 Unternehmen stellten auf dem Transfertag die Ergebnisse ihrer Transferprojekte sowie die Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit den Forschungseinrichtungen vor. Dabei geht es um selbstkorrigierende Fertigung, die einfache Bedienung und die intelligente Vernetzung von Maschinen, ein effizientes Energiemanagement und ganzheitliche Produktentwicklung (Systems Engineering). 

Intelligente Produktenwicklung, einfache Maschinenführung und Montageassistenz

So hat beispielweise ARI-Armaturen aus Schloß Holte-Stukenbrock gemeinsam mit der Fraunhofer-Einrichtung Entwurfstechnik Mechatronik ein Konzept entwickelt, wie Armaturen intelligenter werden und effizienter entwickelt werden können. Die Ventile, mit denen Flüssigkeiten und Gase geregelt, abgesperrt oder gesichert werden, zeichnen sich durch einen immer höheren Anteil von Elektronik und Software aus. Methoden der disziplinübergreifenden Produktentwicklung wurden daher eingeführt. So können Produkt- und Produktionsverfahren als Einheit betrachtet und der gesamte Lebenszyklus der Armatur berücksichtigt werden. „Wir konnten die neuesten Methoden von Fraunhofer nutzen, um völlig neue Wege in der Entwicklung unserer Armaturen zu gehen. Dieses Wissen hätten wir uns allein nur sehr schwer erschließen können“, erläutert Dieter Richter (Leiter Konstruktion und Entwicklung bei ARI Armaturen). „Das Transferprojekt ist für uns ein wichtiger Schritt, uns fit für Industrie 4.0 zu machen. Wir werden unsere Kooperationen und die Zusammenarbeit mit den Hochschulen und Forschungseinrichtungen in OWL auch künftig weiter ausbauen.“

Die vollständige Pressemitteilung können Sie hier einsehen.

Kategorie: IKT.NRW-Stärken sichtbar machen
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