Bundeswirtschaftsministerium fördert mit "Symphony" den Aufbau einer KMU-orientierten Plattform für TK-Dienste

Partner sind u.a. Universität Duisburg/Essen, IN-telegence GmbH aus Köln und adesso AG aus Dortmund

Berlin, 8. Dezember 2014. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) fördert im Rahmen der Hightech-Strategie 2020 das Forschungsprojekt "Symphony". Ziel der Phase 1 des "Symphony"-Projekts ist die Basisentwicklung einer technischen Plattform sowie der zugehörigen Dienstbeschreibungssprachen und Geschäftsmodelle, um einen digitalen Marktplatz für IP-basierte TK-Dienste zu schaffen. Bei erfolgreichem Abschluss der 1. Phase besteht die Aussicht, in einer 2. Phase die Weiterentwicklung zur Dienstintegrationsplattform sowie die Anbindung ausgewählter IP-basierter TK-Anwendungen zu realisieren.

Die Plattform "Symphony" soll es Kunden ermöglichen, TK-Dienste individuell auszuwählen, zu kombinieren und zu verwalten, ohne jeden Geschäftsvorfall mit jedem einzelnen Anbieter separat abwickeln zu müssen. So kann z.B. ein Unternehmen, das eine Virtuelle Telefonanlage von Anbieter A im Einsatz hat, über eine Kombinationsmatrix in Symphony von Anbieter B ein passendes CRM-System zur Verwaltung seiner Kundendaten beziehen, so dass beide Systeme über die "Symphony"-Plattform zusammenarbeiten können. Zugleich werden damit die Anbieter und ihre Angebote erstmals für potenzielle Kunden leicht vergleichbar. Und nicht zuletzt: auch der Kundenservice, etwa das Billing oder das Störungsmanagement, erfolgt in vereinheitlichter Form über die Plattform.

Dem Projektkonsortium gehören neben dem paluno-Institut an der Universität Duisburg/Essen (Konsortialführer) die Firmen IN-telegence GmbH (Köln) und adesso AG (Dortmund) sowie der Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten VATM e.V. an. Für das übergreifende Projektmanagement sowie die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist die Firma proXperts.

Die im Projekt entwickelten Dienste sollen insbesondere von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) angeboten und nachgefragt werden. Digitale Technologien und Dienstleistungen eröffnen KMU verstärkt die Möglichkeit, Kommunikationstechnologien wertschöpfend einzusetzen. Zugleich können sie, wie das Projekt "Symphony" beispielhaft zeigen soll, neue Horizonte für die wirtschaftliche Tätigkeit von KMU eröffnen.

Das Forschungsvorhaben "Symphony" leistet einen Beitrag zur konkreten Umsetzung der deutschen IKT-Strategie zur Förderung der mittelständischen Wirtschaft und trägt zur Stärkung des Innovationsstandortes Deutschland bei.

Basis für den Erfolg des Projekts ist die Zusammensetzung des Konsortiums, das die gesamte Wertschöpfungskette abbildet; vom TK-Provider über Software-Entwickler aus Hochschule und Privatwirtschaft bis hin zum Branchenverband sind namhafte und erfahrene Partner an Bord, die das Potential haben, durch technologische Innovation, Standardisierungsaktivitäten und neue Geschäftsmodelle den IKT-Markt vor allem für KMU attraktiver zu gestalten.

Die Entwicklungsphase des Projekts (Phase 1) hat eine Laufzeit von zwei Jahren (September 2014 bis August 2016).

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Kategorie: Crossinnovationen entwickeln
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